Über uns

I Allgemeines I

Die Franziskaner Mission ist das internationale Hilfswerk der Deutschen Franziskanerprovinz von der Heiligen Elisabeth und unterstützt mit Hilfe von Spendengeldern Entwicklungs- und Menschenrechtsprojekte in Brasilien, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Litauen, Ostafrika, Japan und Vietnam. Es gibt zwei Geschäftsstellen in Dortmund und in München. Während sich das Dortmunder Büro schwerpunktmäßig um die Projekte in Afrika, Brasilien, Japan und Vietnam kümmert, konzentriert sich die Arbeit des Büros in München hauptsächlich auf Projekte in Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Mexiko und Litauen. Gemeinsam helfen wir weltweit in Nothilfe-Projekten, z.B. bei Naturkatastrophen.

 

I Die Wurzeln der Franziskaner Mission Dortmund I

1907 gründete der Franziskaner Wenzeslaus Straußfeld OFM in Werl den Franziskaner-Missions-Verein. Hauptaufgabe des Vereins war zunächst die Betreuung und der Ausbau der Shandong-Mission der Franziskaner in China. Wirksame Unterstützung fand der Werler Missions-Verein durch zahlreiche Spender und durch die Generalleitung des Ordens in Rom.
Ging es den Missionaren zu Beginn des Jahrhunderts noch um die Christianisierung, gewann nach dem zweiten Weltkrieg der Wille, allen Menschen ein Leben ohne Hunger und Unterdrückung zu ermöglichen, zunehmend an Bedeutung. Die „Option für die Armen“, die „Nachhaltigkeit“ und die „Hilfe zur Selbsthilfe“  wurden zu zentralen Begriffen. Und auch der Gedanke des Gebens und Nehmens ist mittlerweile fester Bestandteil von Mission geworden. Die Begegnung mit anderen Werten und Kulturen zeigt uns den Reichtum und die Schönheit der Völker und Menschen. Die Armen haben etwas zu verschenken, was den Reichen fehlt – und umgekehrt. Moderne Mission ist keine Einbahnstraße mehr.

 

I Grundsätze I

  Alle von der Franziskaner Mission Dortmund direkt unterstützten Projekte in Nordost-Brasilien, Ostafrika und Vietnam werden von Franziskanern oder Franziskanerinnen geleitet. Alle Empfängerkonten sind im Ordensbesitz. Durch dieses weitreichende Netz des Ordens ist eine umfassende Kontrolle und regelmäßige Prüfung, ob die Projektgelder bedarfsgerecht eingesetzt werden, sichergestellt.

  Ein Projektantrag wird erst dann bearbeitet, wenn eine Befürwortung des zuständigen Provinzials des jeweiligen Landes vorliegt. Jeder Antrag muss eine genaue Kostenaufschlüsselung enthalten. Die Anträge werden vom Leiter der Franziskaner Mission Dortmund und dem Provinzökonomen bzw. dem Provinzial der Deutschen Franziskanerprovinz von der Heiligen Elisabeth geprüft. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, erfolgt die Überweisung des Geldes. Jeder Empfänger muss den Erhalt des Betrages umgehend bestätigen und nach der Projektabwicklung eine detaillierte Abrechnung vorlegen. Da zu allen Missionaren ein über Jahre gewachsener persönlicher Kontakt besteht, ist die Zusammenarbeit - auch im Bereich der Projektfinanzierung – unkompliziert und reibungslos.

♦  Ein kleiner Anteil der Projektarbeit entfällt auf die Co-Finanzierung mit anderen Organisationen wie der Missionszentrale der Franziskaner, Adveniat oder dem DAHW. In diesen wenigen Fällen werden die Anliegen erst dann von der Franziskaner Mission Dortmund mitfinanziert, wenn eine eingehende Projekt-Prüfung durch die andere Organisation nachgewiesen werden kann. Auch hier kommt die Freigabe des jeweiligen Projektes nach dem oben beschriebenen Prinzip zur Anwendung, und auch hier muss der Erhalt des Geldes bestätigt sowie eine Projektabrechnung vorgelegt werden.

 

I Finanzierung I

Die Franziskaner Mission Dortmund finanziert sich heute ausschließlich aus Spenden. Im Jahr 2016 wurden ca. 2,4 Millionen Euro Spenden eingenommen, die auch an Projekte weitergeleitet wurden. Die Verwaltung der Franziskaner Mission Dortmund wird aus einem Fonds der Deutschen Franziskanerprovinz von der Heiligen Elisabeth finanziert. Der Verwaltungsaufwand macht ca. 6% des Spendenaufkommens aus.

 

I Partnergruppen-Konzept I

Zu den Unterstützern der Franziskaner Mission Dortmund zählen eine Vielzahl von Schulen, Gemeinden oder privaten Initiativgruppen, die mit Basaren, Konzerten o.ä. gezielte Projekte unterstützen. Alle Gruppen werden vom Leiter der Franziskaner Mission Dortmund oder auch den Missionaren auf Heimaturlaub regelmäßig besucht und über aktuelle Entwicklungen im jeweiligen Partnerprojekt auf dem Laufenden gehalten. Ziel des Partnergruppen-Konzeptes ist es, nicht nur Gelder fließen zu lassen, sondern bei den Spendern in Deutschland ein Bewusstsein für die Lebenszusammenhänge und die Mentalität der Menschen in den Projektorten zu schaffen.

 

I Team I

Augustinus Diekmann ofm
Leiter Franziskaner Mission Dortmund

”Die Brücke ist für mich ein wichtiges Symbol für die Integration der beiden Hauptkapitel meines Lebens geworden. Für mich symbolisiert dieses Bauwerk nicht nur den Partnerschaftsvertrag zwischen den Ordensprovinzen in verschiedenen Kontinenten, sondern auch eine wachsende Verbindung zwischen Ortskirchen und Kulturen. Auch nach vielen Jahren in Brasilien muss ich mir eingestehen, dass ich wohl nie ein richtiger Brasilianer werden kann. Aber mit all den gesammelten Lebenserfahrungen im brasilianischen Nordosten fühle ich mich auch nicht mehr ganz als Deutscher. Irgendwie erlebe ich mich als Wanderer zwischen diesen beiden Welten. Das war wohl mein Hauptgrund, warum ich mich 2004 auf die Mission als Brückenbauer eingelassen habe. Zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen hier in Dortmund möchte ich die bestehenden Brücken zwischen den vielen Gemeinden, Schulen und Initiativgruppen hierzulande und unseren zahlreichen Partnern in Brasilien, Ostafrika und Asien lebendig halten und neu erreichen. Ich freue mich, auch weiterhin auf Ihre treue Unterstützung bauen zu können.”

Heinrich Gockel ofm
Schwerpunkt Afrika-Mission

"’Afrika ruft’ – hiess es 1982 in einer Einladung unserer Ordensleitung in Rom. Ein Jahr später begann eine internationale Gruppe von 30 Brüdern das Franziskanische Afrika-Projekt, an dem ich 21 Jahre mitwirken konnte. In Kenia lernte ich das Leben der Menschen in der Hauptstadt Nairobi und auf dem Land kennen. Weiterbildungsprogramme für die franziskanische Familie führten mich zu Seminaren über Kenia hinaus nach Äthiopien, Malawi, Namibia, Sambia, Südafrika, Tansania und Uganda. Die zahlreichen Begegnungen haben mir das Leben der Menschen in Einfachheit und Anspruchslosigkeit vor Augen geführt. Trotz oft äusserster Armut zeigten sie grosse Zufriedenheit, tiefe Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die mich immer wieder beeindruckten.
Die letzten sechs Jahre verbrachte ich in der Verwaltung unseres Internationalen Kollegs San Antonio in Rom und lernte in einer Gemeinschaft mit 160 Brüdern aus über 40 Nationen die grosse Vielfalt von Kulturen kennen und schätzen. Die reichen Erfahrungen der vergangenen Jahre möchte ich einbringen in die Aufgaben der weltweiten Franziskaner Mission: den Nord-Süd-Dialog zwischen Kulturen und Kirchen sowie die missionarische Solidarität mit den jungen Kirchen. Mit Franziskus von Assisi wünsche ich allen Freunden und Wohltätern der Franziskaner Mission Frieden und alles Gute!”

Claudia Hagenbrock
Spendenverwaltung und Betreuung Webpräsenz

”Tagtäglich - seit dem Beginn meiner Tätigkeit für die Franziskaner Mission Dortmund im Jahr 2005 - erhalte ich Spenden in unterschiedlicher Höhe aus allen Bevölkerungsschichten unseres Landes. Dies zeigt mir immer wieder aufs Neue, welche Verbundenheit die Menschen in Deutschland - trotz all der stetig wachsenden eigenen Probleme - für unsere weniger privilegierten Mitmenschen im Nordosten Brasiliens, in Ostafrika und in Vietnam empfinden. Diese ungebrochene Solidarität finde ich einfach grossartig! Natürlich brauchen die Menschen in den ärmeren Regionen dieser Welt unsere finanzielle Unterstützung; im Gegenzug werden jedoch auch wir beschenkt, wenn wir in Briefen und Fotos die Lebensfreude spüren, die durch unsere Projekte ermöglicht wurde. Mit Hilfe unserer Missionare, die in den Projekten leben und arbeiten und mit denen wir in ständigem Kontakt stehen, können wir unseren Spenderinnen und Spendern jederzeit anschaulich verdeutlichen, wieviel Gutes mit ihrem Geld bewirkt wurde. Spenden werden bei uns nicht einfach verbucht und fertig, sondern wir wissen um den Verzicht auf manchen persönlichen Wunsch zugunsten armer Menschen.”

Márcia Santos Sant’Ana
Öffentlichkeitsarbeit und Partnergruppen-Betreuung

"Als gebürtige Brasilianerin absolvierte ich in der Millionenstadt São Paulo ein Studium der deutschen, brasilianischen und portugiesischen Literatur und Sprachen. Nach Abschluss dieses Studiengangs kam ich nach Deutschland, um Germanistik mit dem Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache zu studieren. Seit vielen Jahren lebe ich nun bereits in Deutschland, und so freue ich mich, dass ich meine Begeisterung für Fremdsprachen und Kulturen seit 2012 in meine Tätigkeit für die Franziskaner Mission Dortmund einbringen kann. Als Brasilianerin bin ich in einem soziokulturellen Kontext aufgewachsen, der sich sehr von den Gegebenheiten in Europa unterscheidet. Deshalb bin ich immer wieder positiv überrascht, in welchem Maße die Menschen in Deutschland bereit sind, anderen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, nicht nur mit finanziellen Mitteln zu helfen, sondern sich auch für deren Rechte sowie für die nachhaltige Verbesserung der jeweiligen Lebenssituation zu engagieren."